13.9.1845 und Irlands Ende

Maike Hinrichsen • 13 September 2020

Hallo liebe Geschichtsinteressierten,

ich habe heute gelesen, dass genau vor 175 Jahren in Irland die erste Kartoffelfäule entdeckt wurde und damit ein unsagbares Elend auf die Bevölkerung einschlug. 

Das Problem der Kartoffelfäule für Irland bestand darin, dass dieser Pilz nur wenige Kartoffelsorten betrifft, aber in Irland waren zu der Zeit nur zwei Sorten angebaut und BEIDE Sorten waren anfällig.

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Schnitt durch eine von der Knollenfäule befallene Kartoffel

Zudem war es üblich, dass die irischen Bauern alle Erzeugnisse bis auf die Kartoffeln nach England schicken mussten. Da nun die Kartoffeln ausblieben und die englische Regierung in keinster Weise für die irische Bevölkerung ein Nachsehen hatte (Änderung der Lieferungen, usw.), landeten viele Iren in Armenhäusern. Doch auch nach einigen Jahren hatte sich dies nicht verbessert und so kam es nicht nur zu Millionen von Toten, sondern auch zu unzähligen Auswanderern, die zu 3/4 in die USA zogen. Wo noch 1841 über 8,1 Millionen Menschen in Irland lebten, so waren es nach der Hungersnot knapp 6,5 Millionen.

Bis heute wird die Große Hungersnot oft als Wendepunkt in der irischen Geschichte angesehen, ob demografisch oder politisch im Sinne der Unabhängigkeitsbestrebungen, aber auch im Hass auf England.

Ich mag mir kein Urteil erlauben, aber was ich gelesen habe, erscheint mir ein großes Kapitel der englischen Fehlleistungen zu sein. Und auch 175 Jahre später mag in der irischen Seele dies noch vorhanden zu sein.

Wie sehen Sie das? Und ich würde mich über viele Ergänzungen zu dem Thema freuen, Buchvorschläge usw. 

Danke und viele Grüße

Ihre Maike Hinrichsen

 

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