Gewinnspiel „Amerika im Kalten Bürgerkrieg“

Lilli Goring • 14 Oktober 2020

Am 8. Oktober hat unser Autor Torben Lütjen sein Buch »Amerika im Kalten Bürgerkrieg. Wie ein Land seine Mitte verliert« in unserer Partnerbuchhandlung Bücher Wenner in Osnabrück vorgestellt. Herr Lütjen analysierte, auf sehr anschauliche Art und Weise, die Zerrissenheit der USA unter Trump und begab sich auf die Suche nach den Gründen für die zunehmende politische und gesellschaftliche Spaltung des Landes.

Den regen Austausch zwischen Autor und Zuhörer/innen im Anschluss der Lesung möchten wir nun hier fortführen und bitte Sie uns ihre Gedanken zum Buch mitzuteilen. Gab es einen Aspekt der Lesung, der Sie besonders erstaunt hat? Was bewegt Sie an der aktuellen Situation in den USA am meisten? Glauben Sie, dass die anstehende Wahl die Spaltung der amerikanischen Gesellschaft weiter vorantreiben wird?

Unter allen bis zum 8. November eingegangenen Kommentaren verlosen wir je eines von drei vom Autor handsignierten Exemplaren des Buches.

 

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Kommentare (1)

Philipp B. Zimmermann

Um ehrlich zu sein, nimmt mir die Vorwahlberichterstattung in den Medien einen viel zu großen Stellenwert ein. Es wird - so mein Eindruck - mehr und iriiger berichtet als zur eigenen Bundestagswahl im Land.

Ja, ja, gewiss, die USA sind eine Weltmacht und ein wichtiger (Handels)Partner der Bundesrepublik, aber wenn man sich die Presse aktuell ansieht und alle Artikel zu Corona und US-Wahl rausstreicht, bleibt außer Polizeiberichten nicht mehr viel übrig.

Ich persönlich halte das für übertrieben und außerordentlich störend, das hat dann auch nichts mehr mit Qualitätsjournalismus zu tun, wenn zB bei Spiegel.de berichtet wird, wie und warum jemand seit 1994 immer den Wahlausgang richtig voraussagte; ich bin mir sicher, da gibt es auch noch andere, die das schon länger richtig gemacht haben.

Meiner Meinung nach ist die Wahl an sich natürlich wichtig, aber ich glaube kaum, dass sich im Verhältnis der USA zum Rest der Welt groß etwas ändern wird, da es sich um eine strukturelle politische Kultur handelt, die sich da in Washington etabliert hat, die lagerübergreifend das Credo "America First" postuliert.

Letztlich haben wir von hier aus keinen Einfluss auf die Wahl und werden uns mit ihr abfinden und mit dem Ergebnis arrangieren müssen - übrigens genauso wie mit den Wahlen in Bolivien, dem Libanon, Uganda oder sonst wo auf der Welt.

Die Gesellschaft in der USA wird nicht mehr gespalten, als sie es ohnehin schon ist. Wobei hier letztlich die Frage zu klären wäre, um welche Spaltung man sich eher kümmern müsste. Es gibt ja nicht "die eine Spaltung" der Gesellschaft, sondern viele verschiedene (Schwarze <-> Weiße, Establishment <-> Non-Establishment, New Economy Manager <-> zer- und abfallende Mittelschicht, religiöse Fundamentalisten <-> agnostische Liberale, Zuwanderer neuer Generation <-> USAmerikaner aus ehemaligen Zuwandererfamilien). Die gesamte Gesellschaft ist aus dem Gleichgewicht geraten und es bedarf weit mehr als einer neuen Partei an der Macht um dies in die richtigen Bahnen zu lenken.

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